Title: Mit der Ecole in die Stratosphäre – unser Ballonflug bis an den Rand des Weltalls
Author: S. Borck
Published: 28. August 2025

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# Mit der Ecole in die Stratosphäre – unser Ballonflug bis an den Rand des Weltalls

 Veröffentlicht am [28. August 202528. August 2025](https://www.ecole-schulen.de/mit-der-ecole-in-die-stratosphaere-unser-ballonflug-bis-an-den-rand-des-weltalls/)
von [S. Borck](https://www.ecole-schulen.de/author/s-borck/)

Nach monatelanger Vorbereitung, verschobenen Terminen und einer Menge Geduld war
es am 12. August 2025 endlich so weit: Unser Stratosphärenballon hob ab und erreichte
eine Höhe von 39 220 Metern. In dieser Höhe, die mehr als das Dreifache der Flughöhe
eines Passagierflugzeugs beträgt, beginnt bereits die Stratosphäre. Der Blick zeigt
das tiefe Schwarz des Weltalls, die Krümmung der Erde und die hauchdünne Atmosphäre.

**Von der Idee zum Start**

Unsere AG „Stratosphärenprojekt“ wollte nicht nur spektakuläre Bilder einfangen,
sondern forschungsnahen Unterricht leben: Mit Kameras, Sensoren und einem Geiger-
Müller-Zählrohr wurde die Höhenstrahlung gemessen – damit war das Internationale
Gymnasium zusammen mit bundesweit anderen Schulen an einem Pilotprojekt des DLR_School_Lab
Oberpfaffenhofen beteiligt.

Der ursprüngliche Starttermin Ende Juni musste wegen starker Bewölkung und Sturm
abgesagt werden. Ein Rückschlag – aber auch eine Lektion in Geduld, wie sie in der
Wissenschaft dazugehört.

Der zweite Termin, der zweite Schultag nach den Sommerferien, bot perfekte Bedingungen:
Windgeschwindigkeiten zwischen 3 und 14 km/h, klare Sicht bis zu 33 km, konstante
1 020 hPa Luftdruck und angenehme 18 °C zum Startzeitpunkt.

**Startvorbereitungen**

Schon früh am Morgen versammelten sich alle Teilnehmer auf dem Schulhof.

Eva, Nora, Mira sind verantwortlich für die Geräte in die Sonde. Kameras, Battery
Packs, Minicomputer, externe Sensoren, Geiger-Müller-Zählrohr sowie GPS-Geräte für
Mobilfunk und Satellitennavigation – wurden eingeschaltet, eingebaut und gesichert.

![](https://www.ecole-schulen.de/wp-content/uploads/sites/7589/2025/08/Stratosphaerenballon-
_01.jpg)

Friedrich und Nils bereiteten die Spezialschnur vor, die Wetterballon, Fallschirm
und Sonde verbindet.

Die Sonde wurde sorgfältig abgedichtet, um sie vor den bis zu –60 °C in der Stratosphäre
zu schützen und notfalls auch eine Bergung im Wasser zu ermöglichen. Lediglich das
GPS-Gerät brauchte freie Sicht zu den Satelliten. Vor dem Befüllen wurde die Nutzlast
noch einmal gewogen, um die benötigte Helium-Menge exakt zu berechnen.

Belend, Tim, Hugo und Silas nahmen den empfindlichen Wetterballon in Empfang – jede
kleine Beschädigung hätte das Experiment zum Scheitern gebracht.

Dann begann die Befüllung mit Helium. Sobald der Ballon schwebte, wurde er verschlossen
und mit Fallschirm und Sonde verbunden.

**Der große Moment**

Um 9:49 Uhr ließen Leonard und Moritz den Ballon kontrolliert aufsteigen. Der Abstand
zwischen Ballon und Fallschirm betrug fünf Meter, zwischen Fallschirm und Sonde 
weitere fünf Meter.

Die Schulgemeinschaft beobachtete den Start gespannt, das Medienteam um Hugo, Lotta
und Mia hielt alles in Foto und Video fest.

Schon kurz nach dem Abheben waren vom Bordvideo aus die Ecole-Grundschule, die Mittellandhalle
und einige Schüler entdeckten ihre Wohnhäuser zu sehen. Der Ballon stieg mit etwa
drei Metern pro Sekunde.

Aus 10 km Höhe waren Magdeburg, die Elbe und die fruchtbare Magdeburger Börde klar
zu erkennen. Das Geiger-Müller-Zählrohr zeichnete eine deutliche Zunahme der Höhenstrahlung
auf.

In 37 km Höhe zeigte sich, wie dünn unsere Atmosphäre ist – und das Schwarz des 
Weltalls war deutlich zu sehen. Nach dem Platzen des Ballons begann der schnelle
Sinkflug, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 255 km/h. Erst in dichteren Luftschichten
bremste der Fallschirm den Fall.

**Die Bergung**

Nach einer kurzen Pause bei McDonald’s ging es weiter zur geplanten Landeregion.
Erst um 14:20 Uhr erhielten wir wieder ein GPS-Signal: Die Sonde bewegte sich auf
Brandenburg an der Havel zu. Um 14:57 Uhr landete sie – nach 5 Stunden Flugzeit 
und 166 km Strecke – in einem privaten Garten.

Dort hing sie allerdings in 8–9 m Höhe in einem Baum. Glücklicherweise ließ sich
die Sonde mit einer Teleskopstange erreichen.

Tim V. hielt als Erster die gerettete Sonde in den Händen, kurz darauf konnten auch
Fallschirm und Reste des Ballons geborgen werden.

Die Begegnung mit den Gartenbesitzern wurde zu einem besonderen Moment: Als Dank
für ihre Hilfe befreiten unsere Schüler mit viel Elan den Rasen unter dem großen
Eichenbaum von Eicheln.

**Ein Projekt der Gemeinschaft**

Unser Dank gilt allen Beteiligten – den Schülern, die mit Sorgfalt, Ausdauer und
Optimismus gearbeitet haben, den betreuenden Lehrern Michael Haupt und Martina Siesing,
der Ecole Stiftung und Schulleitung für Organisation und Finanzierung, den Eltern
für Geduld, dem DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen und Berlin für fachliche Unterstützung,
Stratoflights für technische Beratung sowie vielen weiteren Partnern.

**Ausblick**

Alle Fotos, Videos und Messdaten stehen der gesamten Schulgemeinschaft im Teams-
Kanal „Ecole Strato“ zur Verfügung. Die Mission hat uns gezeigt: Wir haben nur einen
kleinen Blick in die Stratosphäre geworfen – die Möglichkeiten für neue Experimente
sind riesig. Vielleicht träumt schon jemand von der nächsten Mission.

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